Cire Beton
Beton Ciré
Beton Ciré ist eine dekorative Beschichtung, mit der Sie die mineralische Optik von Beton auf Wänden und anderen Oberflächen nachbilden können. Charakteristisch sind die leicht unregelmäßige Struktur, feine Farbnuancen und die fugenlose Oberfläche. Je nach verwendetem Produkt eignet sich Beton Ciré für Innenwände, Möbel, Arbeitsflächen und Böden.
Durch unterschiedliche Farbtöne und Auftragstechniken lässt sich die Betonoptik von kühl und industriell bis warm und zurückhaltend gestalten. Bei CROP finden Sie passende Produkte für Beton Ciré sowie weitere Farben für unterschiedliche Oberflächen und Anwendungen.
Was ist Beton Ciré?
Beton Ciré stammt ursprünglich aus Frankreich und bezeichnet eine dekorative Beschichtung mit einer Oberfläche, die an geglätteten Beton erinnert. Im Gegensatz zu normaler Wandfarbe wird das Material so verarbeitet, dass sichtbare Strukturen und Farbnuancen entstehen. Dadurch erhält jede Fläche einen individuellen Beton-Look.
Beton Ciré wird in dünnen Schichten aufgetragen und kann je nach System mit einer Kelle, einem Spachtel oder einer Rolle verarbeitet werden. Wichtig sind ein gut vorbereiteter Untergrund, die passende Grundierung und eine abschließende Schutzschicht.
Betonoptik erzielen: Beton Ciré selber machen
Eine Beton-Ciré-Wand selber zu machen ist mit der richtigen Vorbereitung und Verarbeitung möglich. Für ein gleichmäßiges, aber natürlich nuanciertes Ergebnis sollten Sie die einzelnen Arbeitsschritte sorgfältig durchführen und die angegebenen Trocknungszeiten beachten.
- Untergrund vorbereiten: Die Oberfläche muss sauber, trocken, tragfähig und möglichst eben sein. Entfernen Sie Staub, Fett, lose Beschichtungen und Unebenheiten.
- Grundierung auftragen: Tragen Sie einen zum Untergrund und zum Beton-Ciré-System passenden Primer auf. Die Grundierung verbessert die Haftung und sorgt für einen gleichmäßig saugenden Untergrund.
- Erste Schicht auftragen: Verteilen Sie Beton Ciré in einer dünnen Schicht mit einer Kelle, einem Spachtel oder – je nach Produkt – einer Rolle. Arbeiten Sie nicht ausschließlich in eine Richtung, sondern in überlappenden beziehungsweise gekreuzten Bewegungen.
- Nuancen erzeugen: Tragen Sie eine weitere dünne Schicht auf und variieren Sie Druck, Richtung und Bewegung des Werkzeugs. Dadurch entstehen die für Betonoptik typischen helleren und dunkleren Bereiche.
- Leicht schleifen: Nach ausreichender Trocknung kann die Oberfläche vorsichtig geschliffen werden, sofern dies für das verwendete System vorgesehen ist. Dadurch lassen sich Übergänge glätten und die gewünschte Struktur weiter verfeinern.
- Oberfläche schützen: Versiegeln Sie die fertige Fläche mit einem geeigneten Schutzlack beziehungsweise einer passenden Versiegelung. Dies ist besonders bei stärker beanspruchten Flächen wichtig.
Tipps für einen natürlichen Beton-Look
Für eine lebendige Betonoptik sollte die Oberfläche nicht vollkommen gleichmäßig bearbeitet werden. Wechselnde Bewegungsrichtungen und ein unterschiedlich starker Druck mit der Kelle erzeugen dezente Farb- und Strukturunterschiede. Arbeiten Sie dabei in dünnen Schichten und vermeiden Sie harte, regelmäßig wiederkehrende Muster.
Je subtiler die Übergänge zwischen hellen und dunkleren Bereichen ausfallen, desto natürlicher wirkt die fertige Beton-Ciré-Oberfläche. Probieren Sie die gewünschte Auftragstechnik bei Bedarf zunächst auf einer kleinen Testfläche aus.
Welche Farben für Betonoptik?
Beton Ciré ist nicht nur in klassischem Betongrau erhältlich. Mit unterschiedlichen Farbtönen können Sie die Betonoptik an den Stil und die Atmosphäre des Raums anpassen.
- Betongrau: die klassische Wahl für eine neutrale, mineralische Betonoptik.
- Anthrazit: wirkt dunkler und markanter und eignet sich gut für einen modernen oder industriellen Einrichtungsstil.
- Beige und Taupe: verleihen der Betonoptik eine wärmere und weichere Ausstrahlung.
- Gebrochenes Weiß: sorgt für einen hellen, ruhigen und dezenten mineralischen Look.
Für einen industriellen Charakter eignen sich vor allem Grau- und Anthrazittöne. Beige, Taupe und warme Grautöne wirken weicher und lassen sich gut mit Holz und natürlichen Materialien kombinieren. Helle Töne können kleine oder dunklere Räume optisch ruhiger und großzügiger wirken lassen.
Beton Ciré an Wand, Möbeln und Boden
Eine Beton-Ciré-Wand ist eine häufige Anwendung, da die fugenlose Oberfläche einen ruhigen und modernen Hintergrund schafft. Je nach verwendetem Produkt kann Beton Ciré außerdem auf Möbeln, Arbeitsplatten und anderen geeigneten Untergründen eingesetzt werden.
Auch ein Beton-Ciré-Boden ist mit dafür vorgesehenen Systemen möglich. Bei Böden ist jedoch eine besonders sorgfältige Vorbereitung und Versiegelung erforderlich, da die Oberfläche stärker durch Abrieb, Schmutz und Feuchtigkeit belastet wird. Prüfen Sie deshalb immer, ob das jeweilige Produkt ausdrücklich für Böden geeignet ist.
Beton Ciré oder Betonoptik-Farbe?
Beton Ciré und Betonoptik-Farbe verfolgen ein ähnliches gestalterisches Ziel, werden aber unterschiedlich verarbeitet. Betonoptik-Farbe wird in der Regel wie eine dekorative Wandbeschichtung aufgetragen und erzeugt den Effekt hauptsächlich durch Farbe und Auftragstechnik.
Beton Ciré wird dagegen meist in dünnen mineralisch wirkenden Schichten aufgebaut und mit Kelle oder Spachtel strukturiert. Dadurch entsteht eine ausgeprägtere, fugenlose Oberfläche. Welche Variante besser passt, hängt vom gewünschten Effekt, vom Untergrund und von der Beanspruchung der Fläche ab.
Grundierung für Beton Ciré
Eine passende Grundierung ist ein wichtiger Bestandteil des Aufbaus. Sie verbessert die Haftung zwischen Untergrund und Beton-Ciré-Beschichtung und kann unterschiedliche Saugfähigkeit des Untergrunds ausgleichen. Dadurch lässt sich das Material gleichmäßiger auftragen.
Welche Grundierung erforderlich ist, hängt unter anderem davon ab, ob Beton Ciré auf Putz, Beton, Holz, Fliesen oder einem anderen Untergrund verarbeitet wird. Verwenden Sie deshalb immer den für das jeweilige System und den Untergrund vorgesehenen Primer.
Schutz und Versiegelung
Nach dem Auftragen sollte Beton Ciré entsprechend dem verwendeten System geschützt beziehungsweise versiegelt werden. Eine transparente Schutzschicht reduziert die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit, Verschmutzungen, Flecken und mechanischer Beanspruchung und erleichtert die Reinigung.
Besonders wichtig ist die Versiegelung in Feuchträumen, auf Arbeitsflächen und bei einem Beton-Ciré-Boden. Hier sollte ein dafür geeigneter Schutzlack verwendet werden. Beachten Sie dabei die Anzahl der empfohlenen Schichten sowie die Trocken- und Aushärtungszeiten des Produkts.
Vorteile von Beton Ciré
- Fugenlose Oberfläche mit moderner Betonoptik
- Individueller Look durch unterschiedliche Strukturen und Farbnuancen
- In verschiedenen Farben von Betongrau bis Beige erhältlich
- Je nach Produkt für Wände, Möbel, Arbeitsflächen und Böden geeignet
- Kann auf unterschiedlichen vorbereiteten Untergründen verarbeitet werden
- Mit geeigneter Versiegelung pflegeleicht und besser gegen Feuchtigkeit und Flecken geschützt
Nachteile von Beton Ciré
Beton Ciré erfordert mehr Vorbereitung und Verarbeitungsschritte als eine normale Wandfarbe. Für einen gleichmäßigen und zugleich natürlich nuancierten Look ist außerdem etwas Übung bei der Arbeit mit Kelle oder Spachtel hilfreich.
- Der Material- und Arbeitsaufwand ist meist höher als bei herkömmlicher Wandfarbe.
- Eine unzureichende Untergrundvorbereitung kann zu Haftungsproblemen oder sichtbaren Unebenheiten führen.
- Farb- und Strukturunterschiede lassen sich nachträglich nicht immer unsichtbar ausbessern.
- Stark beanspruchte oder feuchte Flächen benötigen eine geeignete Schutzschicht.
- Bei beweglichen oder instabilen Untergründen können Risse entstehen.